Die zweite Verhandlungsrunde gab wie zu erwarten ein ernüchterndes Ergebnis von der Arbeitgeber*innenseite. Der Vorschlag von 7% bei 29 Monaten Laufzeit und 120 € mehr für Azubis in drei Schritten, kein Festbetrag für die unteren Lohngruppen und kein Tarifvertrag für studentische Beschäftigte ist absolut inakzeptabel! Diese minimalen Erhöhungen würden von Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten aufgefressen. Stattdessen ist es nötig, weiterhin für die volle Durchsetzung der Forderungen zu kämpfen.
Auch, wenn die Ergebnisse in der dritten Runde nochmal leicht angepasst würden, ist nicht zu erwarten, dass die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) ein akzeptables Angebot auf den Tisch legen werden. Schon die Forderungen sind bescheiden, deshalb ist ihre Durchsetzung absolut notwendig. Einige Kolleg*innen kamen in ihren Betriebsgruppen und Gewerkschaftsuntergliederungen sogar zu Forderungen von bis zu 10% bzw. 450€ mehr, wie in der GEW Berlin, oder sogar 600€ mehr für alle, wie es die ver.di Betriebsgruppe der FU Berlin gefordert hatte.
Flyer zum Herunterladen:
Interview in der Jungen Welt zum Arbeitskampf an der FU Berlin:
Ist ein Erzwingungsstreik jetzt das Mittel der Wahl?
Im Tarifkampf an der FU Berlin geht die Verdi-Betriebsgruppe über das übliche Verfahren hinaus, erklärt Lukas Schmolzi
Interview: Max Grigutsch