Wir dokumentieren hier eine Rede vom Aktiventreff “Soziales rauf – Rüstung runter” auf der Anti-Siko-Demo am 14.2.2026 in München anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz:
Auch im Namen des Aktiventreffs “Soziales rauf – Rüstung runter” begrüße ich Euch heute unter dem Motto “Stoppen wir den Rüstungswahnsinn”.
Wir – bei “Soziales rauf – Rüstung runter” – sind gewerkschaftlich aktive Kolleginnen und Kollegen aus ver.di, GEW und anderen Gewerkschaften, sozialen Gruppen und der Friedensbewegung. Wir setzen uns – seit bald 2 Jahren – ein, gegen Sozialabbau, Rechtsruck und Kriegspolitik und für gewerkschaftlichen Widerstand. Denn wie es bereits Ulrike Eifler in ihrem Grußwort deutlich machte, ist dieser nötiger denn je!
Wir hatten Ulrike Eifler vor knapp einem Jahr zusammen mit ver.di zu einer Diskussionsveranstaltung nach München eingeladen. Ihren Vortrag kann man in einer unserer Broschüren nachlesen.
Damals befanden sich die Kolleg:innen des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen im Tarifkampf. Der Abschluss war ein Angriff auf den 8-Stundentag und ein effektiver Reallohnverlust.
Aktuell finden die Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes der Länder statt und wieder lag bis zur dritten Verhandlungsrunde kein Angebot von der Arbeit”geber”seite vor!
Heute Nacht dann wurde sich auf den letzten Drücker geeinigt: 5,8 % mehr – stufenweise über 27 Monate Laufzeit. Das ist ein schlechter Witz! Die aktuellen Inflationsraten fressen solche Lohnerhöhungen auf, bevor sie jemals den Geldbeutel der Kolleg:innen sehen!
Die Message von Verhandlungsführer Andreas Dressel – SPD Finanzsenator Hamburgs – an die Kolleg:innen ist also politisch: Kanonen statt Butter lautet die Parole! Alles soll der Kriegswirtschaft untergeordnet werden!
Und so investiert die Bundesregierung auch lieber in den Bau neuer riesiger Rekrutierungszentren – wie aktuell in Berlin wo ein altes Karstadtgebäude bald in neuem Flecktarn-Glanz erstrahlen soll – anstatt die baufälligen Schulen zu sanieren. Und unsere Jugend soll ein drittes Mal dem deutschen Imperialismus als Kanonenfutter dienen.
Unsere Kinder nicht für ihre Kriege!
Aber es geht auch anders: die Kolleg:innen im Nahverkehr streiken aktuell unter anderem für eine 35-Stundenwoche. Und jeder Streiktag macht klar wie wichtig der Ausbau der öffentlichen sozialen Infrastruktur wäre.
Wie schon vor dem Ersten Weltkrieg scheuen sich die Gewerkschaften davor, eine klare Antikriegsposition zu beziehen! Damit sich dieser historische Fehler nicht wiederholt, kämpfen wir bei “Soziales rauf – Rüstung runter” um diese klare Antikriegsposition in den Gewerkschaften.
Wenn Ihr also aktiv werden wollt, kommt zu unserem nächsten Treffen am 26. Februar im DGB-Haus in der Neumarkterstraße um 18 Uhr.
Wir haben nichts zu verlieren -, aber eine Welt zu gewinnen!