Veranstaltung Zukunftsforum: Betriebsratswahl 2026 – Besonders wichtig in diesen stürmischen Zeiten

Zurzeit ist die Situation für viele Belegschaften sehr schwierig, da überall Arbeitsplatzvernichtung, Arbeitsverdichtung sowie Kürzen von betrieblichen Leistungen von Seiten des Kapitals oder der öffentlichen Arbeitgeber durchgesetzt werden soll. Die Unsicherheiten und Ängste nehmen zu. Von daher muss gut überlegt werden, wie bei den Betriebsratswahlen die Listen oder die Betriebsräte gestärkt werden, die die Interessen der Beschäftigten wirkungsvoll vertreten und dies gemeinsam mit den Belegschaften machen.

Montag, 2. März 2026 um 18 Uhr

im Gewerkschaftshaus Stuttgart, Willi-Bleicher-Straße 20, EG, Bambussaal

mit Lukas Hezel vom Verein zur Bewahrung der Demokratie und Miguel Revilla, Vertrauenskörperleiter Mercedes Untertürkheim

Auch dieses Jahr treten wieder rechtsorientierte Listen an. Das tun sie seit 2010, allerdings mit mäßigem Erfolg. Seit den letzten Wahlen 2022 haben sie allerdings ihre Strukturen ausgebaut und sie versuchen verstärkt, ihre rechtsextremen Positionen in die Belegschaften zu tragen. Sie geben vor, die Interessen der Beschäftigten besser zu vertreten als die DGB-Gewerkschaften. Doch stimmt das? Haben sie in den Betrieben bei den Auseinandersetzungen gegen die Arbeitsplatzvernichtung und Sparprogramme eine Rolle gespielt? Wo sind sie, wenn die Gewerkschaften Tarifauseinandersetzungen führen und für höhere Löhne streiken?

Ihr Hauptkampf richtet sich gegen die Gewerkschaften, nicht gegen die Konzernvorstände oder die öffentlichen Arbeitgeber. Sie sind auch gegen höhere Löhne und gegen Arbeitskämpfe. Ihr Ziel ist die Unterwanderung und Zerschlagung der Gewerkschaften. Sie machen die Gewerkschaften für alles verantwortlich, was in den Betrieben schlecht läuft – die Kapitalseite wird von ihnen immer verschont. Das bedeutet, dass sie den Hauptfeind und Verursacher nicht nennen und damit dem Management nützlich sind und nicht den Belegschaften, von denen sie sich wählen lassen wollen.

Auch wir sind nicht immer zufrieden mit der Arbeit von Betriebsräten. Aber deshalb Rechts-extreme wählen, bringt keine Besserung. Wir müssen schauen, dass die Betriebsräte der DGB-Gewerkschaften kämpferische Interessensvertretungen sind, die mit den Belegschaften gemeinsam die Angriffe von Seiten des Kapitals sowie der öffentlichen Arbeitergeber zurückweisen, keine Verzichts-vereinbarungen abschließen und sich konsequent für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen einsetzen. Das ist der beste Schutz vor den Rechten.

Wir diskutieren mit Miguel Revilla vom Mercedes-Werk Untertürkheim und mit Lukas Hezel vom Verein zur Bewahrung der Demokratie, den die IG Metall mit gegründet hat. Aufgabe des Vereins ist, neofaschistische, militaristische und reaktionäre Elemente aus den Betrieben fern zu halten und eine konkrete gewerkschaftliche Praxis gegen rechts mit betrieblich Aktiven zu entwickeln. Im Werk Untertürkheim ist die rechte Betriebsratsliste „Zentrum Automobil“ seit 2010 aktiv. Miguel berichtet über ihr Auftreten im Betrieb und über mögliche Reaktionen und Gegenstrategien.

Veranstalter:
Zukunftsforum Stuttgarter Gewerkschaften, Metallertreff, DIDF (Föderation Demokratischer Arbeitervereine) Stuttgart

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